Der Sommer verabschiedet sich. Bevor das Gartenjahr zu Ende geht, dürfen wir aber nochmals ein richtiges Feuerwerk an Farben erleben. An die Stelle der Sommerblumen tritt die Herbstbepflanzung. Unter den Herbstpflanzen kristallisieren sich immer mehr neue Stars heraus – die Heidepflanzen.
Die Zeiten, in denen Heidepflanzen – üblich waren früher rosafarbene Besenheide (Calluna vulgaris) und rote Glockenheide (Erica gracilis) – lediglich eine nette Beigabe zu Herbstblumen wie Chrysanthemen, Alpenveilchen, Astern oder Stiefmütterchen waren, sind längst vorbei. Inzwischen haben Heidepflanzen durch ihre Farben- und Formenvielfalt durchaus das Zeug zu Hauptdarstellern. Und das Gute: Alle, ausser die Glockenheide (Erica gracilis), sind winterhart.
Das Farbspektrum von Blüten oder Laub reicht von weiss, rot, violett, rosa, grün, gelb, orange bis zu silbergrau. Und hier reden wir von Pflanzen, die in diesen Farben gezüchtet und nicht künstlich eingefärbt wurden.
Manche Arten bringen uns Farbe mit ihren Blüten; bei anderen – den sogenannten Schönlaubigen – ist es das Laub in leuchtendem grün oder gelb. Zu diesen strukturgebenden Heidepflanzen gehören die Baumheiden (Erica arborea). Auch von Besenheiden (Calluna vulgaris) gibt es Sorten, die man nicht in erster Linie wegen der Blüten wählt, sondern sich zum Beispiel aufgrund des schönen samtig-silbergrauen Laubs oder des markanten säulenförmigen Wuchses für sie entscheidet.
Gestaltung-Tipp: Sehr apart wirken Gefässe, die ausschliesslich mit Heidepflanzen bepflanzt sind, zum Beispiel je einer leuchtendgelben und grünen Baumheide und einer dunkellaubigen Besenheide.
Wyss Samen und Pflanzen AG, Christine Beuret