Teestrauchgewächse Theaceae
1739 blühte die erste Kamelie in England. Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zum Prestigeobjekt an Adelshöfen in ganz Europa. Der dadurch ausgelöste Boom brachte viele neue Züchtungen. Heute soll es über 15’000 Sorten geben. Bei der Zucht stehen derzeit Winterhärte und Duft im Vordergrund.
Kamelien im Topf mögen im Sommer einen Platz im Freien. Der Wurzelballen darf nie austrocknen; Staunässe ist jedoch zu verhindern. Ab August hält man Kamelien etwas trockener, damit Blütenknospen gebildet werden. Zum Düngen (April bis August) ist Rhododendron- oder Beeren-Dünger geeignet. Zügelt man die Pflanzen im Herbst ins Haus, verlieren sie manchmal ihre Blütenknospen. Gründe dafür können ein zu dunkler Standort, zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder zu warme Temperaturen sein.
Ausgepflanzte Kamelien mögen einen geschützten sonnigen oder halbschattigen Standort. Zu viel Schatten reduziert die Blüte. Der Boden soll humos und leicht sauer sein; ideal ist ein Moorbeet. Im Winter den Boden gut mit Tannästen oder Laub abdecken und die Pflanze mit Vlies einpacken. Ältere Pflanzen überwintern besser als ganz junge. Da Kamelien Flachwurzler sind, leiden sie schnell unter Trockenheit. Deshalb bei längerer Trockenheit auch im Winter wässern.
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