Fuchsie Fuchsia

Fuchsie

Pflanzenfamilie

Nachtkerzengewächse Onagraceae

Herkunft

Mittel- und Südamerika. Wenige Arten sind in Tahiti und Neuseeland heimisch.

Wuchs / Lebensraum

Aufrecht oder hängend, als Halbstrauch, Strauch oder Baum, einige als Schlingpflanze. Je nach Art von wenigen cm bis zum 10-m-Baum. Mehrjährig, nur wenige sind winterhart.

Blüte

Kelchröhre mit 4 Kelchblättern (bei gefüllten Sorten deutlich mehr). 4 Kronblätter bilden die Blütenkrone. Staubfäden und Blütengriffel ragen 2 – 4 cm aus der Blüte heraus. Farbtöne in Rot, Weiss, Lila, Violett, Purpur.

Blütezeit

April bis Oktober. Winterharte Sorten im Garten Juli bis Oktober.

Frucht

Roter oder grüner Fruchtknoten am Ende des Stiels. Besteht aus 12 Kammern, welche die Samenanlagen beinhalten.

Blatt

Meist elliptisch, lang gestielt, schwach bis mittel gezahnter Blattrand.

Ansprüche

Halbschattiger Platz. Sorten mit hellen Farben und grossen, gefüllten Blüten brauchen mehr Schatten als kleinblütige in kräftigen Farben. Erde stets leicht feucht halten.

Verwendung

Als Beet-, Kübel- und Balkonpflanze, für Grabbepflanzung sowie als Ampelpflanze und für Hanging Baskets.

Besonderes

Begleitpflanzen

Begonien, Heliotrop, Hortensien, Tagetes, Strauchmargeriten.

Eine der wenigen, die im Schatten gut gedeihen

Fuchsien machen durch ihre schönen hängenden Blüten mit langem Kelch auf sich aufmerksam. Sie mögen Halbschatten; ideal ist ein Platz auf der Nordseite. Neben den kleinwüchsigen (z. B. Fuchsia procumbens) gibt es buschige und hochstämmige Arten, mit ein- oder mehrfarbigen Blüten. Fuchsia excorticata, die zu einem Baum heranwächst, kann bis 10 m hoch werden. Die meisten Pflanzen werden als Kübel- oder Topfpflanzen gehalten. Sie wachsen strauchartig und werden 20 – 80 cm hoch. Ausgepflanzte winterharte Scharlachfuchsien (Fuchsia magellanica) können 150 cm erreichen. Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab, und die Pflanze treibt im Frühjahr neu aus.

Regen macht schön …

Was den meisten Balkonpflanzen nicht gut bekommt, kann den Fuchsien nichts anhaben: Sie bringen auch in einem regnerischen Sommer reichen Blütenflor. Sie benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. So ist ein heisser, trockener Sommer nicht ideal für sie. In solchen Schönwetterphasen sollten Sie die Pflanzen morgens leicht überbrausen. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verkümmern die Knospen und das Laub fällt vorzeitig ab. Der Wurzelballen sollte nicht austrocknen. Von Frühling bis Sommer werden Fuchsien gedüngt: wöchentlich mit Flüssigdünger oder 1 – 2 Mal im Jahr mit Langzeitdünger. Wenn Verblühtes entfernt wird, fördert dies den regelmässigen reichen Blütenflor.

Überwintern von nicht winterharten Sorten

Vor dem ersten Frost kommen Fuchsien ins Winterquartier, das nicht sehr hell sein muss. Die Temperatur soll 5 – 10 º C betragen. Die Triebe um ca. 1/3 kürzen und die restlichen Blüten sowie die locker sitzenden Blätter entfernen. Alle 3 – 4 Wochen giessen; die Wurzelballen dürfen nie ganz austrocknen. Im März/April benötigen die Fuchsien wieder mehr Licht. Triebe, die sich in der Dunkelheit schon gebildet haben, werden entfernt. Im April/Mai die Pflanzen wieder an die Freilandbedingungen gewöhnen.