Pfaffenhütchen (Gewöhnliches), Spindelstrauch Euonymus europaeus

Pfaffenhütchen (Gewöhnliches)

Pflanzenfamilie

Spindelbaumgewächse Celastraceae

Herkunft

Europa, Klein-Asien bis West-Sibirien.

Wuchs / Lebensraum

Einheimischer, locker aufrecht wachsender Strauch mit grünen, kantigen, teils korkigen Zweigen. Wird ca. 3 – 4 m hoch. Mehrjährig, winterhart.

Blüte

Unscheinbare gelblich-grüne Zwitterblüten, die zu 2 – 9 an langgestielten Trugdolden stehen.

Blütezeit

Mai bis Juni.

Frucht

Ab Spätsommer bis Oktober attraktive, lang haftende Früchte mit rosa Kapsel und orangem Samenmantel.

Blatt

Eiförmig-lanzettlich, bis 10 cm lang, dunkelgrün, fein gesägter Blattrand. Im Herbst orange-rote Blattfärbung.

Ansprüche

Feuchter, nährstoffreicher, schwerer, kalkhaltiger Boden. Sonnige bis halbschattige Lage.

Verwendung

Als Gartenpflanze. Für Hecken, Böschungen und naturnahe Gestaltungen.

Besonderes

Alle Pflanzenteile sind stark giftig.

Begleitpflanzen

Genügsam und sehr dekorativ

Das Pfaffenhütchen stellt keine besonderen Ansprüche. In der Natur findet man das Wildgehölz oft an Wald- und Wegrändern sowie an Bachläufen. Als Ziergehölz im Garten zieht der Spindelstrauch vor allem im Herbst mit seinem farbenprächtigen Laub − von gelborange bis dunkelrot in allen Schattierungen − und den auffälligen Früchten die Blicke auf sich. So unscheinbar während der Blütezeit, so auffallend ist der überaus reich mit Früchten behängte Strauch ab Spätsommer bis Oktober. Die imposanten roten bis orangen Kapselfrüchte können bis 2 cm gross werden. Ihren Namen erhielt die Pflanze, weil das Aussehen der 4-fächerigen roten Kapseln mit den orangeroten dünnen Samenhüllen an die Kopfbedeckung katholischer Geistlicher erinnern.

Bald ein Sichtschutz

Aus dem flach wachsenden, dichtfilzigen Wurzelwerk treibt es zahlreiche Ausläufer, so dass lichte Standorte schnell zuwachsen. Mit dem Pfaffenhütchen hat man daher innert 3 – 4 Jahren einen natürlichen Sicht- und auch Lärmschutz.

Alle Pflanzenteile, besonders aber die Samen, sind für Menschen stark giftig. Für Vögel und Insekten ist das Pfaffenhütchen hingegen eine wertvolle Nahrungsquelle.