Küchenschelle, Kuhschelle Pulsatilla vulgaris

Küchenschelle

Pflanzenfamilie

Hahnenfussgewächse Ranunculaceae

Herkunft

Eurasien, Zentraleuropa und Nordamerika, teilweise auch einheimisch.

Wuchs / Lebensraum

Wächst horstartig und wird 20 – 25 cm hoch. Die ganze Pflanze ist seidig behaart. Mehrjährig, winterhart.

Blüte

Glockenförmige Blüten an aufrechten Stängeln in den Farben Violett-Blau, Purpur, Weiss. Meist mit grosser Mitte aus goldgelben Staubblättern. Je nach Art bis zu 9 cm Ø.

Blütezeit

März bis Mai.

Frucht

Attraktive, kugelige Fruchtstände mit seidig-fedrigen Haarschöpfen. Daher hat die Pflanze auch deutsche Namen wie Wilde Mannen oder Pelzanemone.

Blatt

Das feine, stark gefiederte Laub zieht bald nach der Blüte ein.

Ansprüche

Kalkhaltiger, eher trockener, durchlässiger, sandiger Boden an sonnigem Platz. Auch für Höhenlagen geeignet.

Verwendung

Für Steingärten, Rabatten und zur Gefässbepflanzung. Sehr wertvoll als Bienenweidenpflanzen.

Besonderes

Giftig. Hautreizend bei empfindlichen Leuten. Alte Medizinalpflanze, die heute noch in homöopathischen Mitteln gegen Erkältung, Husten, Verdauungsproblemen und gynäkologischen Beschwerden verwendet wird.

Begleitpflanzen

Thymian, Berg-Astern, Blausternchen, Blaukissen, Blauschwingel, Sonnenröschen.

Grosse Attraktion, kleiner Aufwand

Mit dem stark gefiederten Laub, den grossen seidigen Blüten und den strubbeligen Samenständen zählt die Küchenschelle zu den schönsten Alpenpflanzen. Sie ist vom Frühling bis zum Herbst attraktiv in Steingärten oder in Pflanzentrögen.

Küchenschellen mögen keine Wurzelstörung. Verzichten Sie deshalb auf das Hacken, und Pflanzen Sie die Küchenschelle nicht um. So blüht sie von Jahr zu Jahr schöner und sät sich an idealen Standorten sogar von selbst aus. Ist die Pflanze angewachsen, muss sie nur bei Trockenheit gegossen werden. Das Düngen ist nicht erforderlich. Schädlinge und Krankheiten sind nicht zu befürchten.

Wildwachsende Pflanzen unbedingt in Frieden lassen

Wildwachsende Küchenschellen sieht man hierzulande nur noch selten. Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) gilt in der Schweiz als stark gefährdet und steht vollständig unter Naturschutz.