Nachtkerzengewächse Onagraceae
Fuchsien machen durch ihre schönen hängenden Blüten mit langem Kelch auf sich aufmerksam. Sie mögen Halbschatten; ideal ist ein Platz auf der Nordseite. Neben den kleinwüchsigen (z. B. Fuchsia procumbens) gibt es buschige und hochstämmige Arten, mit ein- oder mehrfarbigen Blüten. Fuchsia excorticata, die zu einem Baum heranwächst, kann bis 10 m hoch werden. Die meisten Pflanzen werden als Kübel- oder Topfpflanzen gehalten. Sie wachsen strauchartig und werden 20 – 80 cm hoch. Ausgepflanzte winterharte Scharlachfuchsien (Fuchsia magellanica) können 150 cm erreichen. Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab, und die Pflanze treibt im Frühjahr neu aus.
Was den meisten Balkonpflanzen nicht gut bekommt, kann den Fuchsien nichts anhaben: Sie bringen auch in einem regnerischen Sommer reichen Blütenflor. Sie benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. So ist ein heisser, trockener Sommer nicht ideal für sie. In solchen Schönwetterphasen sollten Sie die Pflanzen morgens leicht überbrausen. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verkümmern die Knospen und das Laub fällt vorzeitig ab. Der Wurzelballen sollte nicht austrocknen. Von Frühling bis Sommer werden Fuchsien gedüngt: wöchentlich mit Flüssigdünger oder 1 – 2 Mal im Jahr mit Langzeitdünger. Wenn Verblühtes entfernt wird, fördert dies den regelmässigen reichen Blütenflor.
Vor dem ersten Frost kommen Fuchsien ins Winterquartier, das nicht sehr hell sein muss. Die Temperatur soll 5 – 10 º C betragen. Die Triebe um ca. 1/3 kürzen und die restlichen Blüten sowie die locker sitzenden Blätter entfernen. Alle 3 – 4 Wochen giessen; die Wurzelballen dürfen nie ganz austrocknen. Im März/April benötigen die Fuchsien wieder mehr Licht. Triebe, die sich in der Dunkelheit schon gebildet haben, werden entfernt. Im April/Mai die Pflanzen wieder an die Freilandbedingungen gewöhnen.
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