Chinaschilf Miscanthus

Chinaschilf

Pflanzenfamilie

Süssgräser Poaceae

Herkunft

Südostasien, eingebürgert im Osten der USA.

Wuchs / Lebensraum

Dichte bis lockere Horste mit unverzweigten Halmen, je nach Sorte mit einer Höhe von 80 – 400 cm. Mehrjährig, winterhart.

Blüte

Dichte, endständige Rispen mit seidig behaarten, überhängenden Ährchen; rötlich-purpur oder silbrig-weiss, je nach Sorte.

Blütezeit

September bis Oktober, je nach Wetter blühen nicht alle Sorten im Herbst.

Frucht

Blatt

Schmal lanzettlich gefaltet und überhängend; grün, blaugrün, mit weissen Längsstreifen oder gelben Querstreifen.

Ansprüche

Sonniger Standort, leicht humoser nicht zu schwerer Boden mit guter Wasserdurchlässigkeit.

Verwendung

Im Garten als Solitärpflanze, in Rabatten, am Gewässerrand, als Sichtschutz im Sommer; Landwirtschaft, als Rohstofflieferant.

Besonderes

Begleitpflanzen

Kaukasusvergissmeinnicht, Funkien, Taglilien, Zierlauch, Rosen, Katzenminze.

Ziergras mit vielen Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Das Chinaschilf ist eine Rhizom bildende, mehrjährige Pflanze. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Herbst ab. Der Rückschnitt der dürren Halme erfolgt im Frühling, vor dem Neuaustrieb. Die Gattung Miscanthus umfasst 15 – 20 Arten. Am meisten trifft man auf die Art Miscanthus sinensis. Bei dieser sind durch Kreuzungen viele Sorten entstanden.

Ohren- und Augenschmaus

Neben dem Aussehen verführt uns das Chinaschilf mit seiner Musik. Streicht der Wind durch die Halme, erzeugt das sanfte Rascheln der Blätter eine beruhigende Melodie. Lässt man im Herbst die dürren Halme und Blütenstände stehen, ergeben im Winter die mit Raureif überzogenen Pflanzen wunderschöne Gartenbilder.

Rohstofflieferant der Zukunft

Das Riesenchinaschilf (Miscanthus x giganteus) wird seit ca. 30 Jahren zur Verwendung als Brenn- oder Baustoff angebaut. Chinaschilf verarbeitet mehr Co2 und braucht weniger Wasser als andere Pflanzen, um 1 kg Masse zu produzieren. Der Biomassenertrag ist folglich im Verhältnis höher.