Borretsch, Gurkenkraut Borago officinalis

Borretsch

Pflanzenfamilie

Raublattgewächse Boraginaceae

Herkunft

Mittelmeerraum.

Wuchs / Lebensraum

Bildet breite, aufrechte Horste. Schnell verzweigende Blütenstängel. Kräftiger Wuchs, wird 60 – 80 cm hoch. Einjährig.

Blüte

Nickende, leuchtend-himmelblaue Blütensterne in locker verzweigten Rispen.

Blütezeit

Mai bis September.

Frucht

Kleine, dunkelbraune, eiförmige, 4 – 6 mm lange Nüsse.

Blatt

Bildet erst eine Blattrosette, dann verzweigte, mit wechselständigen Blättern besetze Stängel. Die dunkelgrünen, lanzettlichen 10 – 15 cm langen Blätter und die Stängel sind stark borstig behaart.

Ansprüche

Sonniger bis halbschattiger Platz. Kalkhaltiger, sandiger Lehmboden.

Verwendung

Als Gartenpflanze, Küchenkraut, Schnittblume, zur Gründüngung. Sehr gute Bienenweide.

Besonderes

Leicht giftig, daher Blätter nur in kleinen Mengen verzehren. Haare können Hautreizungen hervorrufen. Versamt sich gerne selbst.

Begleitpflanzen

Ringelblume, Mädchenauge, Phlox.

Arzneipflanze

Borretsch ist auch eine Heilpflanze und findet Verwendung bei Atemwegserkrankungen, Heiserkeit, Husten und Bronchialkatarrhen. Sie ist als herzstärkend, beruhigend, schweisstreibend, schleimlösend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend bekannt. Man sollte damit jedoch nicht selber experimentieren, denn das Kraut enthält toxische Pyrrolizidinalkaloide, welche die Leber schädigen. Ein gelegentlicher Verzehr gilt jedoch als unbedenklich, ebenso ein Verzehr der Blüten und Samen, da diese die erwähnten Alkaloide nicht enthalten.

Wie verwendet man Borretsch in der Küche?

Borretsch dient als Tee- und Gewürzpflanze. Zum Würzen werden nur die jungen Triebspitzen, die erfrischend nach Gurke schmecken, verwendet. Sie eignen sich als Zugabe in Salaten, Suppen oder Quark. Mit den essbaren Blüten lassen sich Speisen sehr hübsch garnieren.