Alant (Echter), Helenenkraut Inula helenium

Alant (Echter)

Pflanzenfamilie

Korbblütler Asteraceae

Herkunft

Kleinasien, Südosteuropa; in Europa, Nordamerika und Ostasien eingebürgert.

Wuchs / Lebensraum

Aufrecht buschig, bis 2 m hoch. Stark wachsend. Behaarter Stängel verzweigt sich im oberen Teil. Mehrjährig, winterhart.

Blüte

Leuchtend gelbe Blütenköpfe aus sehr schmalen Zungen- und vielen kleinen Röhrenblüten, bis 7 cm Ø. Einzeln oder in endständigen lockeren Doldentrauben.

Blütezeit

Juli bis September.

Frucht

Blatt

Bis 50 cm lang, ungestielt, elliptisch, fein gezähnt, auf der Unterseite filzig behaart.

Ansprüche

Halbschattiger bis sonniger Standort mit leicht feuchtem, nahrhaftem Boden.

Verwendung

An Gehölzrändern, in Blumenbeeten, Rabatten und Staudengärten, vor Mauern und Zäunen. Als Schnittblume geeignet.

Besonderes

Hohes Allergiepotenzial, kann schwere Hautausschläge verursachen.

Begleitpflanzen

Braunelle, Dost, Glockenblumen, Gräser, Herbstastern, Katzenminze, Lavendel, Salbei, Schafgarbe, Silber-Immortelle, Veronika.

Von der Heilpflanze zur Zierpflanze

Alant ist eine uralte Heil- und Gewürzpflanze. Früher dienten die Wurzeln mit ihrem bitter-harzigen Geschmack zum Würzen von Süssspeisen und Magenbitter. Auch kandierter Alant galt lange Zeit als Leckerbissen. Ebenso war Alant als Heilmittel gegen Husten, Krämpfe, Blähungen und Magenschwäche sehr geschätzt. Da viele Menschen allergisch auf Alant reagieren, findet er heute fast nur noch in Likören Verwendung. Wie bei den meisten Heilpflanzen ist auch beim Alant die Dosis entscheidend. Die Einnahme zu grosser Mengen kann zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen. Wegen der schleimlösenden Wirkung ist Alant heute noch Bestandteil vieler Hustenmittel. Heute erfreut Alant jedoch vor allem als attraktive Zierpflanze.

Imposante Erscheinung

Die alte Bauerngartenstaude besitzt goldgelbe Blüten, die von Schmetterlingen (z. B. Zitronenfalter) und Bienen gerne besucht werden. Bis die Pflanze die volle Höhe von bis 2 m erreicht und die ersten Blüten macht, dauert es in der Regel 3 Jahre. Die sehr dekorative und reich blühende Staude wird gerne in Bauern-, Heide-, Natur-, Steingärten und in Wildstaudenbeeten gepflanzt.